Ich spreche hier ja immer wieder darüber, warum es für unser Marketing – ach, was sag ich – für unser ganzes Leben enorm wichtig ist, dass wir unser großes Warum kennen. Darunter verstehe ich, dass du einen Satz formulierst, der zusammenfasst, was dich im tiefsten Inneren antreibt. In deinem Berufsleben – aber auch darüber hinaus! Ein Satz, der dir Leitlinie sein darf für all deine Entscheidungen. Von den großen, wie: „Soll ich diesen Job kündigen?“ Bis hin zu den kleinen, wie: „Soll ich das jetzt wirklich posten?“ Warum dir das im Marketing unheimlich viel hilft, habe ich bereits in deinem anderen Blogartikel erzählt. 

Heute möchte ich erzählen, wie ich mein ganz persönliches Warum gefunden habe und was das für mich bedeutet. Mein Satz lautet: „Ich helfe denen, die Gutes in die Welt bringen, gesehen und verstanden zu werden.“

Ich habe die Suche nach meinem Warum lange mit der Suche nach meinem Traumjob verwechselt. Und da ich wohl auch eher zu den Scanner-Persönlichkeiten zähle, die vielseitig interessiert und vermutlich auch begabt sind (denn das kommt ja mit dem Interesse), fand ich es einfach unmöglich, mich festzulegen. Ich wollte:

  • als Reiseredakteurin um die Welt ziehen
  • als Yogalehrerin Retreats anbieten
  • Kurse geben, in denen sich die Menschen mit ihrer Kreativität verbinden
  • im Wald sitzen und Romane schreiben
  • eine Känguru-Notfallstation in Australien eröffnen
  • Wissenschaftskommunikation betreiben, weil ich es liebe, Schwieriges ganz einfach darzustellen
  • mit ganz vielen Menschen zusammen sein – und irgendwie aber mindestens genau so sehr meine Ruhe!

Ich drehte mich im Kreis, weil ich mich die ganze Zeit fragte: Was kann und will ich tun?

Als ich dann meinem damaligen Coach Ashley Paquin von meiner Zwickmühle erzählte, sagte sie einen Satz, den ich wohl nie wieder vergessen werde: „Wenn du dich bei der Suche nach deinem Purpose nur um dich selbst drehst, kommst du nicht weiter. Es geht nicht nur um dich – sondern auch darum, welche Rolle du für andere und auf der Welt einnehmen möchtest. Womit kannst du den größten und besten Einfluss haben?“

Bäm. Das hatte gesessen. Zum einen fühlt es sich nicht ganz so schön an, wenn man merkt, dass man sich zu sehr mit sich beschäftigt hat und zum anderen bin ich so auf eine ganz andere Ebene vorgedrungen. Für mich war es tatsächlich eine riesige Erleichterung festzustellen, dass es gar nicht nur um mich ging. Der Gedanke, dass ich ja eine AUFGABE habe auf dieser Welt, hat die Suche nach dem Warum unheimlich erleichtert.

Heute erarbeite ich mit meinen Coaching-KundInnen und in den Warum-Breakthrough-Sessions genau diesen Satz. Und so oft fließen Tränen dabei, weil „plötzlich alles Sinn macht“. Bei mir selbst gab es diese Freudentränen leider nicht. Mein Satz erschien mir einfach schon zu logisch. Ich hatte ihn nur noch nie so klar formuliert. Trotzdem merke ich, wie wertvoll er für mich ist, weil sich viele Menschen damit verbinden können, wenn ich ihn ausspreche.

Ein Blick zurück bestärkt mich: Ich war auch schon als Journalistin immer die, die viel lieber über Menschen schrieb, die Gutes in die Welt brachten, als Skandale aufzudecken. Ich war schon immer diejenige, die total darin aufging, Dinge, die als „schwer verständlich“ galten super einfach runterzubrechen. Es macht mir Freude, nach den richtigen Worten zu ringen und die Dinge so darzustellen, dass sie unterhaltsam sind. Und genau das gebe ich auch gerne weiter. Freude an Klarheit und Kommunikation. Es gibt NICHTS, was du nicht auch gut vermitteln kannst!

Mein Warum hilft mir auch dabei, die Dinge zu ändern, die, wie ich finde, so richtig schief gehen auf dieser Welt! Mich regt es auf, dass oft nur die Menschen gehört werden, die LAUT sind. Dass oft nur die Werbung von Firmen zu sehen ist, die große Marketingbudgets haben, sich aber einen Teufel um Nachhaltigkeit und soziale Standards scheren.

Ich werde traurig, wenn ich höre, dass so viele Coaches, Berater, spirituelle Lehrer, Kreative und nachhaltige Herzensunternehmerinnen sagen: „Marketing ist nichts für mich!“ Ich will ihnen allen zeigen, dass es eine Art von Marketing abseits der Egoshow gibt – eine, die echte Verbindung sucht und die an sich schon Gutes in die Welt bringt!

Hier bin ich, ich reiche dir die Hand, damit du dein Warum erfüllen kannst. Und ich erfülle dabei mein ureigenes Warum!

Wie das funktioniert, kannst du in meinem Buch „Mindful Social Media Marketing“ nachlesen. Eine ausführliche, exklusive Leseprobe erhältst du, wenn du dich auf meine Mailingliste einträgst: https://biancafritz.com/buchclub/

PS: Auf dem Blog der wunderbaren Technikelfe Sara Menzel-Berger findet übrigens gerade eine Blogparade zum Thema Warum und Visionen statt, wo viele tolle Unternehmerinnen ihr Warum teilen. Hier geht es zum Beitrag.

Warum Breakthrough Session