Dein wirksamer Online-Marketing-Text liegt zwischen Gefühl und Struktur. Schwimm hin!

10. Februar 2026

Wenn du unbefangen drauflos schreiben darfst, macht es dir richtig Spaß. Aber wenn es um Texte für dein Business geht, hast du das Gefühl abzusaufen und hältst dich an seltsamen Floskeln fest wie „einmaliges Angebot“ und „dein volles Potenzial leben“. Zu viele Ideen, zu viele Regeln, die du so halbwegs beherrschst und zu wenig von dir. Was du jetzt brauchst, ist die richtige Balance – aus Struktur und Freiheit, aus persönlicher Tiefe und Verkaufspsychologie. So dass du wieder durch deine Texte gleiten kannst. Darf ich dir zeigen, wie du da hinkommst? Schwimmbrille aufsetzen, wir tauchen los.

Wenn du nicht aufs Papier bekommst, was du zu sagen hast

„Ich weiß, dass ich was zu sagen habe, aber ich bekomm es einfach nicht gesagt.“ Im Onlinemarketing bist du darauf angewiesen, dass deine Texte funktionieren. Und genau das bringt oft eine Schwere in den Schreibprozess, lockt den Imposter hervor oder reißt alte Schreibwunden auf. Wozu das führt: Entweder wird gar nicht erst geschrieben, oder die Schreibaufgaben werden an Chatty, Claude und Co delegiert. Was zu all den seelenlosen Blabla-Texten führt, die uns die Freude am Internet verderben, weil wir die Menschen hinter den Worten nicht mehr spüren.

Wenn auch du immer wieder die KI für dich einspringen lässt, weil dir der Schreibprozess zu mühselig erscheint: Sei dir bitte bewusst, dass du dir damit langfristig nichts Gutes tust. Weil sich unterbewusst der Glaubenssatz verfestigt, dass es die Maschine besser kann als du. Und du deiner eigenen Schreibstimme immer weniger vertraust. Immerhin klingt es so ganz anders, wenn ChatGPT deine Texte schreibt. Richtiger? Willkommen im Automation Bias. Der psychologischen Tendenz, Maschinen und Algorithmen mehr zu vertrauen, als unserer eigenen Urteilsfähigkeit.

Wie Text-Strukturen dir den Spaß zurückbringen, anstatt dich einzuengen

„Krass, wie viel strukturierter du das Schreiben angehst als ich“, sagte neulich eine Kundin zu mir, als ich für ihren Blogartikel eine klare Gliederung und einen Teaser-Absatz vorschlug, der die einzelnen Abschnitte ankündigte.

Ich war mir in diesem Moment unsicher, ob sie mir ein Kompliment machen wollte oder doch eher meinte: „Also so viel Struktur wäre ja nix für mich.“ Denn viele meiner Kund*innen wünschen sich, es beim Schreiben einfach nur Laufen zu lassen – und hoffen dann, dass sich die Sätze schon von selbst sortieren. Sobald Schreiben mit Regeln verbunden ist, macht es keinen Spaß mehr – so ein hartnäckiger Glaubenssatz.

Ich verstehe das! Einfach mit dem Flow zu schreiben, ist eines der schönsten Gefühle der Welt. Und zugleich weiß ich: Wenn meine Texte auch anderen dienen sollen, brauchen sie Struktur. Nur wenn da Struktur ist, kann man meinen Gedanken folgen, sich von meinen Bildern berühren lassen. Nur so kann ich Vertrauen aufbauen und überzeugen.

Und jetzt kommt die gute Nachricht: Mit den Strukturen und Text-Regeln ist es wie mit dem Schwimmen lernen. Am Anfang hat man das Gefühl abzusaufen, wenn man versucht, alle Technik-Hinweise gleichzeitig umzusetzen. Also reduziert man den Schwimmvorgang auf die wichtigsten Regeln. Und sobald das leichter wird, nimmt man weitere Regeln hinzu.

Und irgendwann kommt dieser magische Punkt, an dem man nicht mehr an die Regeln denken muss, weil sie ins Blut übergegangen sind. Dann gleitet man durchs Wasser, kommt schneller und einfacher voran als je zuvor und merkt gar nicht mehr, dass man die Regeln automatisch befolgt. Genau so wird es dir mit dem Schreiben gehen.

Zu Beginn scheinen die Regeln mühsam. Als wollten sie dich ausbremsen. Du hast dich doch auch vorher irgendwie über Wasser halten und an den anderen Beckenrand paddeln können! Genauso wie du auch schon Wörter aneinanderreihen konntest, bevor du versucht hast zu texten. Aber es kommt der Moment, in dem die Regeln deinen Flow unterstützen. Und zudem dafür sorgen, dass die Überarbeitung der Texte weniger Zeit in Anspruch nimmt, weil du vieles schon intuitiv im Flow befolgt hast.

Ein Beispiel: Meinen Mentees bringe ich bei, dass sie bevor sie mit dem Schreiben des Blogartikels starten, eine grobe Planung machen. Die Kernbotschaft (was will ich eigentlich sagen?), ein strategisches Ziel (warum schreibe ich diesen Artikel?) und eine grobe Gliederung festzulegen. Das erspart ihnen später die ein oder andere mühsame Überarbeitungsrunde. Und erleichtert den Flow innerhalb der vorgegebenen Struktur. Eigentlich einfach, oder?

Ich selbst brauche diesen Vorab-Schritt nur noch bei sehr langen oder komplexen Texten – meist habe ich die Text-Planung schon im Kopf gemacht, bevor ich mich hinsetze und loslege. Denn mir sind viele Text-Regeln ins Blut übergegangen, schließlich lebe ich seit mehr als 25 Jahren vom Schreiben – als Autorin, ausgebildeter Redakteurin und zertifizierter Copywriterin. Das führt auch dazu, dass ich Texte von anderen oder von der KI blitzschnell analysieren kann und sehe, wo es hakt. Was bei mir automatisch passiert, kannst du lernen – indem du die richtigen Fragen an den Text stellst.

Schreibt man automatisch schneller, wenn man die Regeln beherrscht?

Man muss also nur die Regeln verinnerlichen und dann wird das Schreiben zum ewigen Flow? Schön wäre es. Aber dieses Versprechen ist unrealistisch. Wenn der Schwimmer nicht mehr im Becken seine Bahnen zieht, sondern im Ozean durch die Wellen krault, wird er zwangsläufig langsamer schwimmen und früher erschöpft sein. So ist es auch, wenn du als schreibende Person neues Terrain betrittst oder dir vielleicht auch noch gar nicht so sicher bist, was du mit diesem Text sagen willst. Oder auch was dein Gegenüber hören muss. Die Regeln und deine gelernte Technik geben zwar Orientierung – aber nach Flow fühlt es sich nicht immer an.

Wenn ich zum Beispiel die Salespage für ein neues Produkt schreibe, ist das zu Beginn noch ein recht mühsames Vorantasten. Ich texte und teste, welche Botschaft ins Schwarze trifft und welche an meiner Wunschkundin vorbeirauscht. Erfahrung und Recherche helfen natürlich. Genauso wie mein Wissen um den verkaufspsychologischen Aufbau einer solchen Seite. Ich kann schreiben und weiß, wie Marketing funktioniert – dennoch muss ich das neue Gelände testen.

Um es wieder aufs Schwimmen zu übertragen: Natürlich hilft es mir, dass ich Kraulen kann – aber ich muss die Wellen beobachten und lernen, auf sie zu reagieren und meinen Schwimmstil anzupassen. Sonst hole ich im falschen Moment Luft und habe Salzwasser in der Lunge.

Und damit bewegen wir uns in den Raum vor, der Schreiben erst so richtig spannend macht: Denn plötzlich geht es nicht mehr nur um dich, deine Gedanken und Produkte, sondern auch um dein Gegenüber. Die stellst dich auf die Lesenden ein, wie der Schwimmer auf die Wellen. Beim Texten lautet die große Frage: Wie schlägst du mit meinen Worten die Brücke? Wie schaffen Worte Verbindung? Und damit: Willkommen in der Welt des Empathischen Textens! Legen wir los.

Ich schreibe, um dich zu berühren – also braucht es mehr als Technik

Eine Sache, die vielen Marketern und Conversion-Copywritern Angst macht: Alles, was Technik und Muster angeht, kann die KI gut. Ja, zumeist besser als wir Menschen. Deshalb setze ich KI auch gerne ein, um genau diese Muster zu untersuchen. Ich gebe zum Beispiel einen Verkaufstext ein und frage: „Wo sind Ja-Bestärker? Wo fehlen noch welche?“ (Ja-Bestärker sind Sätze, die das Gegenüber beim Lesen innerlich nicken lassen – und damit die Wahrscheinlichkeit eines Kaufs steigern.) Und die Maschine macht das, was sie soll: Sie sucht so viele Möglichkeiten, wie es nur gibt. Macht, wenn ich es möchte, sogar aus jedem Satz einen Ja-Bestärker.

Und dann bin wieder ich gefragt: Ich schau mir jeden einzelnen Vorschlag an und lasse ihn auf mich wirken: Passt er zu dem, was ich erreichen will? Dann schaue ich mir den Text in seiner Gesamtheit hat: Wirkt er zu gewollt für meine Wunschkundin? Du siehst: Es braucht mich noch immer.

Weil die Maschine nicht einschätzen kann, wie Texte wirken. Welche Gefühle sie beim Gegenüber auslösen. Wir hingegen können das. Unser Textgefühl, unsere Erfahrung und unser Gespür für das, was die Wunschkundin lesen möchte, helfen uns dabei. $

Und wenn ich die Maschine auf die Muster ansetzen kann, darf ich mich beim Schreiben auf die Aufgaben konzentrieren, die menschlich sind – und mir mehr Freude machen: Mein tiefes Verständnis für meine eigenen Botschaften und Gedanken. Meine Verbindung zu den Menschen, die ich erreichen möchte. Und meine Liebe zur Kreativität. Ich bin für das Gefühl verantwortlich. Ich darf und soll etwas fühlen beim Schreiben. Denn nur dann wirst du das auch beim Lesen tun. Der Poet Robert Frost sagt das schöner als ich: «No tears in the writer, no tears in the reader. No surprise in the writer, no surprise in the reader.»

Das gilt nicht nur für poetische Texte – sondern selbstverständlich auch für deine Verkaufstexte. Heute noch mehr als je zuvor. Denn je mehr generische ChatGPT-Newsletter und Verkaufsmails in dein Postfach flattern, je mehr KI-Fotos deinen Feed überschwemmen und je mehr Dreiklänge mit ✅ davor du sehen musst, umso mehr wird das herausstechen, was von Herzen geschrieben wurde.

Von KI geschriebene Marketing-Texte bauen genauso wenig Nähe auf, wie von KI geschriebene Geburtstagsgrüße. Denn wir haben feine Antennen dafür, ob unser Gegenüber sich Mühe gegeben hat. Der moderne Philosoph Simon Sinek sagt voraus, dass der Wert des menschlich Unperfekten steigen wird: „Weil wir fühlen wollen, dass sich jemand Mühe gegeben hat.“ (siehe Video)

Und damit schließt sich der Kreis zu mehr Flow beim Schreiben wieder. Denn was du fühlst, fließt mit mehr Leichtigkeit aus der Feder und in die Tastatur. Kombiniert mit den Text-Regeln, die du so verinnerlicht hast, dass deine Texte von Anfang an mehr Struktur haben und leichter verständlich sind. Und den vielleicht noch als eher mühsam empfundenen Textregeln, die du beim Überarbeiten mit einbringst. Am liebsten mit dem Feedback menschlicher Testleser. Aber natürlich auch mal mit dem strukturfanatischen Praktikanten ChatGPT an deiner Seite.

So entstehen Texte, die funktionieren. Weil sie alles haben, was wir brauchen, um Verbindung zu schaffen: Klarheit, Leichtigkeit, Empathie und Überzeugungskraft.

Wie lernt man, solche Texte zu schreiben?

Wenn du bis hierhin gelesen hast, ist dir nun schon klar: Es braucht Wissen um Textregeln und Textstrukturen – aber auch ein verstärktes Gefühl für deine Besonderheiten und die deiner Wunschkundin, um mit deinen Worten die menschliche Verbindung zu schaffen und zu pflegen.

Deshalb ist für mich auch der Lernprozess ein zweigleisiger:

  1. Du lernst und übst Schreibtechniken, die deinen Texten eine wirksame Struktur geben. In meiner „Empathisch Texten“-Ausbildung kombiniere ich hier Wissen um journalistische Texte mit Verkaufspsychologie und Copywriting. Du lernst also zunächst, wie sich jeder einzelne Text selbst verkauft. Wie du die Aufmerksamkeit und das Vertrauen deiner Wunschkundin gewinnst, indem du hoch-relevanten und berührenden Content teilst. Dann lernst du, wie du die Wunschkundin mit verkaufspsychologisch gestalteten Texten leitest und überzeugst – ohne du drängeln. Du führst sie zu einer selbstbestimmten Entscheidung!
  2. Mindestens genauso wichtig wie die technischen Anteile meiner Ausbildung aber sind diejenigen, die dich ins Fühlen bringen! Und dafür spielen wir mit Sprache. Mit Übungen aus dem kreativen Schreiben, Journaling und dem Nervensystemcoaching schulst du dein Sprachgefühl, deine Intuition und du erweiterst deinen Wortschatz. Du verstehst dich und deine Wunschkundin auf einer tieferen Ebene. Du begegnest deiner Schreibstimme und lernst, ihr zu vertrauen. Und obwohl die KI hier manchmal mitspielen darf, wirst du lernen, den Automation Bias zu überlisten, weil DU es nämlich besser sagst als Chatty.

Ob du mit meiner Ausbildung oder auf andere Art deine Textfähigkeiten verbessern möchtest: Bitte achte immer darauf, dass du beide Elemente berücksichtigst. Die Technik und das Gefühl. Die Struktur und die Kreativität. Denn mit diesem Duo werden dich auch neue Schreiberfahrungen oder neue Texte nicht mehr schrecken.

Wie der Schwimmer, der die Technik beherrscht und jede Welle mit wachsender Freude und Selbstvertrauen nimmt, hast du gelernt, die richtigen Fragen an deine Texte zu stellen. Und dein Bauchgefühl wird zum verlässlichen Partner für die Wirkung deiner Worte.

Empathisch Texten – die Ausbildung für dein Business und deine Schreibstimme!

Hast du Lust dich mit uns freizuschwi … äh zu -schreiben? Dann sicher dir jetzt einen der streng reduzierten Plätze in meiner Empathisch-Texten-Ausbildung für Expert*innen, Text-VAs und Copywriter. Wir starten im April und für diese erste Ausbildungsrunde gilt ein reduzierter Preis.

Hier findest du alle Infos zur Empathisch-Texten-Ausbildung!

Wer hier für dich schreibt

Zur Autorin:
Bianca Fritz ist Content-Mentorin und und Copywriting-Expertin mit mehr als 20 Jahren Berufserfahrung im Journalismus und Werbeagenturen. Sie unterstützt Selbständige, Unternehmer*innen, sowie NGOs und Stiftungen dabei, mit wertebasiertem Contentmarketing wirksam sichtbar zu werden.
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