Eigentlich war Matt Giordano alias @theyogimatt ausgestiegen aus den sozialen Medien, als er sich auf den Yogaweg begab. Er empfand sie als zu anstrengend, zu zeitraubend. Heute ist er einer der erfolgreichsten Instagram-Yogis überhaupt. Wie es dazu kam, und warum das für sein Business wichtig ist, hat er mir in einem kurzen Interview (ca. 8.30 Minuten) verraten.

Dieses fand am vergangenen Wochenende am Rande der Swiss Yoga Conference. Die Videoqualität ist leider nicht berauschen und mein Learning fürs nächste Mal, ist auf jeden Fall, dass ich auch auf der Matte professionelles Videoequiptment dabei haben sollte. Trotzdem will ich es euch im O-Ton zur Verfügung stellen.

Wer lieber liest oder nicht so gut Englisch versteht: Unter dem Video findet ihr die deutsche Übersetzung und Zusammenfassung von Matts spannenden Aussagen!

20 Stunde die Woche Yogaunterricht

Als Matt als Yogalehrer begann, führte er das harte Leben, das viele Yogalehrer-Anfänger kennen: Um gut über die Runden zu kommen, und auch genug SchülerInnen in die finanziell lukrativeren Workshops zu bekommen, unterrichtete er 20 Klassen pro Woche und mehr. Er war ein beliebter Lehrer, was sich daran zeigte, dass tatsächlich um die 50 Schüler seine Workshops besuchten. Allerdings staunte er nicht schlecht, als ein lokal völlig unbekannter Lehrer, weit mehr Anmeldungen für seinen Workshop bekam. Wie hatte er das gemacht?

Die Lösung: Instagram! Heute kommen viele Schüler auf der ganzen Welt in Matts Klassen, weil sie seine Bilder und Videos kennen. Außerdem macht er über Instagram auf seine Online-Klassen aufmerksam, die ihm heute Geld bringen, ohne dass er 20 Klassen die Woche unterrichten muss.

Mehr als 100.000 Follower auf Instagram – wie geht das?

Bevor Matt eine Zeit aus den sozialen Medien ausgestiegen ist, weil er sie als anstrengend empfand, hatte er sich selbst bereits viel über Social-Media-Marketing beigebracht: Er spielte in einer Band, für die er regelmäßig postete. Als er entschied, sich selbst auf Instagram klar als Yogalehrer darzustellen, schaute er sich ab, was andere, erfolgreiche Yogalehrer taten: Wie waren die Motive? Wie die Bildaufteilung? Welche Farben dominierten? „Ich habe viel durch Nachahmung gelernt“, sagt Matt Giordano, gibt aber auch zu bedenken, dass es für ihn leichter war, als für Yogalehrer heutzutage, da das Medium noch recht frisch und die Konkurrenz dementsprechend klein war. „Es ist immer eine Chance, wenn neue Netzwerke auf dem Markt kommen, sich dort zu positionieren und groß zu werden.“

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„AUTHENTIZITÄT IST DOCH BRANDING!“

Als ich Matt frage, was seiner Ansicht nach wichtiger sei: Authentizität oder ein klares Branding, fragt er zurück, ob das denn ein Unterschied sei? Wer wirklich authentisch auftrete SEI doch die Marke! Man mache sein authentisches Selbst bekannt, gehe damit nach aussen. „Ich habe mir nie gesagt, dass ich besonders tolle Posen machen muss für Instagram – ich habe einfach nur Bilder von dem gemacht, was ich ohnehin schon tat. Wenn ihr kein Handstand-Typ seid, versucht bloss keine Handstandbilder zu posten!“

ABER MIT DEM HANDSTAND GEWINNT MAN DOCH MEHR FOLLOWER …

Hier lenkt Matt ein, dass Instagram tatsächlich ein sehr visuelles Medium sei. LehrerInnen, die eher für eine ruhige Praxis stehen oder beispielsweise Meditation unterrichten wollten, seien auf anderen Plattformen wie Youtube oder auch Twitter und Facebook wohl besser aufgehoben. Dort stünde die Vermittlung von Wissens im Vordergrund.

MATT GIORDANOS SOCIAL MEDIA TIPP FÜR YOGALEHRER

In den sozialen Medien – egal auf welcher Plattform, müsse man sich heute so zeigen, wie man wirklich sei – nur so entstehe eine wirkliche Verbindung zu anderen Menschen. „Und genau das hält viele Menschen ab und macht ihnen Angst. Sie denken nicht gut genug zu sein und fürchten abgelehnt zu werden.“ Hier kämen Yoga, Meditation, TaiChi und andere Praktiken für den Blick nach Innen ins Spiel. „Wenn du dir wirklich klar darüber bist, wer du bist. Wenn du das Selbstbewusstsein darüber erlangt hast, eine wunderbare Person zu sein – dann ist das für sich schon dein „Selling-Point“.“

Matts wichtigster Rat ist daher, tief in die Praxis einzusteigen und sich auf die Suche nach der eigenen Natur zu machen. Wenn man dort angekommen sei, gehe es nur noch darum, dieses Ich in die Bilder der sozialen Welt zu übersetzen. „Das ist dann der einfache Part“, sagt er.

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Usprünglich erschienen auf sukhiyoga.net