Diese Woche hatte ich eine spannende Session mit einer Coachingkundin, die festgestellt hat, dass sie viel lieber über andere Dinge posten und bloggen möchte, als die, welche sie auf ihrem Content-Plan notiert hatte.
Woran liegt es, wenn du deinen strategischen Contentplan nicht durchziehst? Bist du einfach zu sprunghaft? Hast keine Willensstärke? Fälle hier bitte nicht zu schnell ein Urteil über dich, sondern schau genauer hin, was die Gründe sein könnten.

  • Ja, es könnte sein, dass du dem Shiny Object Syndrome leidest, die Sucht nach ständig Neuem. Du springst von einer Sache zur anderen und vertiefst dich nirgends. Die Konsequenz: Man erkennt keinen roten Faden in deinem Tun und weiß nicht, wofür die Expertin bist oder was du anbietest.
  • Oder aber: Du bist einem Thema entwachsen. Du hast es schon so lange bearbeitet, dass es von allen Seiten hinreichend beleuchtet wurde. Jetzt willst du weiterziehen.
  • Oder: Du merkst, dass ein Thema gut ankommt und hast Angst davor erfolgreich zu sein, also wendest du dich schnell wieder etwas zu, wovon du weniger Ahnung hast. (Ja, das gibt es häufiger, als wir denken.)
    • Dein neues Interesse kann aber auch ein Hinweis sein, dass du den Kern deiner Arbeit und deine Motivation noch nicht ganz erfasst hast.

Der letzte Punkt traf auf meine Coachingkundin zu. Sie war mit einem Account gestartet, auf dem sie ganzheitliche Gesundheitstipps insbesondere aus der Ernährung geben wollte. Jetzt aber wollte sie in ihrem Posts viel lieber über Psychologie und persönliche Weiterentwicklung sprechen.

Wenn sie einen rein privaten Account betreiben würde, wäre das natürlich kein Problem. Da sie aber ganzheitliche Gesundheitscoachings anbieten wollte, fehlte hier der klare Zusammenhang.

Wir machten uns gemeinsam auf die Suche nach ihrem großen Warum: Was treibt sie an im Leben? Was ist es, was sie den Menschen wirklich mitgeben möchte? Wofür brennt sie?

Wir fanden heraus, dass sie die Beschwerden der Menschen – ob körperlicher oder psychischer Natur – lindern möchte, indem sie ihnen zeigt, wie sie mehr Weichheit, Yin oder Selbstliebe in ihr Leben einladen. Das ist es, wonach sich Menschen ihrer Ansicht nach heute sehnen.

Wie passen hier ihre Ernährungstipps dazu? Ich habe die Klientin  mehr erzählen lassen über Ernährung und das Kochen, und festgestellt, wie sehr sie selbst über die Nahrung genau das lebt: Sie praktiziert Selbstliebe, indem sie ihrem Körper mit gesunder Nahrung Gutes tut. Sie lebt eine sinnliche Qualität, wenn sie die Schönheit der Farben und Formen der Lebensmittel wahrnimmt und ihrem Körper mitbestimmen lässt, was er braucht. Weg aus dem Kopf, rein ins Yin.

Ein großes Warum erlaubt mehrere Wies.

Und plötzlich war er da, der rote Faden für ihre Themen. Wenn sie alle Inhalte, die sie teilt, so gestaltet, dass sie den Menschen zeigen können, wie sie Yin und Selbstliebe in ihr Leben einladen, ist es nebensächlich, ob es Ernährungstipps sind oder ob es um persönliche Weiterentwicklungsthemen geht. In ihren Coachings mischen sich diese Themen ohnehin – warum also nicht auch auf ihrem Account?

Und mit dem großen Warum kam auch die Lust auf den eigenen Content zurück – noch am selben Abend schrieb die Klientin einen sehr sinnlichen Post über ihr Abendessen und ließ Ernährungstipps eher beiläufig einfließen.

Was kannst du aus dieser Geschichte mitnehmen?

Bevor du dich verurteilst, dass du einen Contentplan nicht durchziehst – frage dich lieber:

  • Gibt es etwas, was die Themen, die mich anziehen verbindet?
  • Kann ich meine Themen unter dieses Vorzeichen einer tieferliegenden Motivation stellen?

Denn ganz eventuell liegt es gar nicht daran, dass du „nicht genug Durchhaltewillen“ hast, wenn dich dein eigener Content-Plan langweilt, sondern du bist gerade etwas auf der Spur, was dich im Innersten antreibt und was dich von allen anderen Anbietern da draußen klar unterscheidet.

Wenn du dir Hilfe bei der Suche nach deinem großen Warum wünschst, kann ich dir meine Warum-Breakthrough-Session ans Herz legen. Wie das funktioniert, erfährst du im Video: