Wirf deine Hook-Listen weg. Lerne Hooks zu schreiben, die die Aufmerksamkeit deiner Kund*innen catchen

14. Februar 2025

„Hör sofort auf zu scrollen!“ und „Wenn du das nicht machst, geht dein Business pleite!“ Fühlst du dich im Internet auch so oft angeschrien? Das liegt daran, dass zwei wichtige Dinge verwechselt werden: Wirksame Hooks und sensationsheischerisches Clickbaiting. In diesem Artikel lernst du den Unterschied kennen. Du verstehst, warum du generische Hook-Listen getrost wegwerfen kannst und was die psychologischen Grundsätze hinter Hooks sind, die wirklich funktionieren. So formulierst du künftig eigene Hooks, die zu deinen Inhalten passen und richtig neugierig auf deine Blogartikel, Newsletter und Social Media Posts machen.

Was sind Hooks?

Hooks oder auch Titel bzw. Texteinstiege sind das wichtigste Stückchen Text in deinem Contentstück. Hooks sind die ersten Worte, die dein Gegenüber lesen wird. Ein Hook sind die ersten Worte auf deinem Insta-Bild. Die ersten gesprochenen Worte in deinem Video (die du hoffentlich auch als Untertitel einblendest für alle, die keinen Ton anhaben). Der Betreff deines Newsletters. Der Titel deines Blogartikels. Du siehst – eine trennscharfe Definition ist gar nicht so einfach, denn je nach Contentstück sieht der Hook ein bisschen anders aus.

So muss beispielsweise in einem guten Blog-Titel der gesamte Hook unterkommen, weil er an vielen Stellen für sich steht – in einem Youtube-Video aber steht auf dem Bild, dem Thumbnail oft nur ein Schlagwort – und dieses wirkt dann gemeinsam mit dem Video-Titel als Hook. Ein Hook kann also je nach Contentform ein Titel, ein Zitat auf einem Bild, eine erste Zeile oder eben eine Unterzeile für gesprochenes sein. So ganz genau musst du dir das zum Glück gar nicht merken.

Wichtig ist für dich nur die Frage: Was liest jemand, der diesem Inhalt begegnet, als Allererstes?

Das ist die Zeile bzw. sind die Zeilen, in denen du hooken musst. Sie verdienen deine volle Aufmerksamkeit. Gib dich nicht mit deiner ersten Idee zufrieden, sondern feile an den Worten. Es ist völlig okay, wenn für das Finden deines Hooks gut 30 Prozent deiner Content Creation Zeit draufgehen. Ja, so wichtig sind sie.

Denn diese ersten Worte entscheiden darüber, ob ich neugierig einsteige, oder eben lieber weiterscrolle oder deine Mail lösche. Also ob ich dir überhaupt meine Aufmerksamkeit schenke für deinen wichtigen Inhalt!

Hooks zu schreiben lohnt sich für jeden Content

Hooks sind derzeit in aller Munde. Dabei wird besonders oft über die Hooks von Kurzvideoformaten wie Instagram-Reels oder TikToks gesprochen. Dort sind Hooks auch besonders wichtig, denn: Nachdem du in den ersten Millisekunden meine Aufmerksamkeit visuell erhascht hast, entscheide ich: Les oder guck ich das weiter? Und dafür brauche ich Text! Den ersten knackigen Satz von dem alles abhängt.

Bei den Kurzvideos kommt hinzu, dass sowohl TikTok als auch Meta verstärkt auf einen inhaltsbezogenen Algorithmus setzen – satt auf einen personenbezogenen. Das heißt: Du siehst vermehrt Menschen in deinem Feed, die du gar nicht kennst. Es ist also wichtig, dass Zuschauer*innen von Anfang an inhaltlich gecatcht werden. Wie ein Goldfisch am Haken.

Aber richtig „hooken“ zu lernen, ist nicht nur eine Fähigkeit, die dir bei Kurzvideos hilft. Sondern wirklich an allen Ecken und Enden deines Content-Marketings. Denn wir wissen: Die Aufmerksamkeitsspanne der Menschen im Internet ist enorm gering. Wir müssen schnell zum Punkt kommen. Gute Hooks sorgen dafür, dass:

  • Dein Newsletter geöffnet und gelesen wird
  • Bei deinen Karussell-Posts und Swipe-Files auf „weiter“ geklickt wird
  • Deine Blogartikel, Youtube-Videos und Podcast-Folgen nicht auf später verschoben, sondern sofort konsumiert werden

Und keine Sorge – für einen guten Hook musst du dabei weder sensationsheischend noch laut werden.

Hook- Beispiele, die unaufdringlich überzeugen:

Ein guter Hook passt in erster Linie zu deinem Content. Sowohl inhaltlich als auch vom Tonfall. Deshalb entsteht diese Textzeile im Normalfall nachdem dein Inhalt bereits steht. Anders gesagt: Schrei mich in deiner Überschrift bitte nicht an, dass mein Leben ohne Meditation nichts wert ist, wenn du in deinem Blogartikel verschiedene Meditationsmethoden vorstellst und mir bei der Auswahl hilfst. Soweit so logisch.

Im Folgenden stelle ich dir nun einige Arten von Hooks mit Beispielen vor:

  1. Der Hauptbotschaften-Hook: Du stellst dir die Frage: Warum hab ich dieses Contentstück erstellt? Was soll hängen bleiben? Und daraus formulierst du deinen Hook. Gerne meinungsstark und konkret. Etwa so:
    Du wirst nicht sichtbar, weil du in Wahrheit gar nicht sichtbar werden möchtest. (Aus meinem Post)
    Oder für die Hundetrainerin: Dein Hund braucht kein Grundgehorsam.
  2. Der Nutzen-Hook: Du beantwortest mir die Frage, was ich davon habe, mich mit deinem Contentstück zu beschäftigen. Was lerne ich oder was wird in meinem Leben besser? Etwa so:
    Wie du ein Reel drehst, ohne dich hübsch anzuziehen.
    Oder auch für diesen Blogartikel hier: Wie du Hooks schreibst, die überzeugen
  3. Der Fragen-Hook: Du schreibst die Frage auf, die du beantworten wirst. Mit einem Fragezeichen. Am besten die, die sich deine Wunschkundin auch wirklich stellt. Etwa so:
    Wie lernt mein Hund bei Fuß zu gehen?
    Oder: Warum wirkt Yoga am Morgen doppelt effektiv?
  4. Der Besonderheiten-Hook: Denk an ein Bild oder ein Beispiel aus deinem Contentstück, dass dir besonders im Gedächtnis geblieben ist und steig mit diesem ein. Etwa so:
    Sparen: Warum die Scheine in der Matratze doch nicht so schlecht sind
    Nahrung mit Nutzen: Die Walnuß sieht nicht zufällig aus wie ein Gehirn
  5. Der Zitate-Hook: Das ist ein super Hook bei Interviews oder auch, wenn du dich selbst mit einer besonders meinungsstarken Aussage zitieren möchtest. Wenn du zum ersten Satz dieses Blogartikels scrollst, wirst du sehen, dass ich hier einen Zitate-Hook verwende – ich zitiere den grausigen Hook „Hör auf zu scrollen“ – und distanziere mich davon, indem ich ihn in Anführungszeichen setze. Bei Zitate-Hooks enstehen sofort die Fragen: „Wer sagt das?“ Oder auch „Wieso?“ im Kopf des Gegenübers. Weitere Beispiele:
    „Viele springen zu früh in die Selbständigkeit.“
    „Ich will gerade einfach nicht launchen.“
  6. Der Storytelling-Hook: Du schmeißt mich direkt in die Geschichte hinein, die die in deinem Content erzählen wirst. Im Idealfall beginnst du mit der Situation in der sich der Konflikt oder die Konfliktsituation deiner Hauptperson zeigt. Zum Beispiel so:
    Die Bustür zischte bereits. Ich musste mich entscheiden: Wieder aussteigen? Oder in ein neues Leben fahren?
    Mein Nasenbein ist zu hoch für jede Brille auf dieser Welt. (Das wäre der Hook, den ich dem Creater Levi für sein virales Video vorgeschlagen hätte, statt seinem generischen „Ich habe ein Problem.“)

Achtung Clickbaiting: Welche Hooks abschrecken statt anziehen

Als Journalistin muss ich immer die Analogie zu Printmedien ziehen: Wenn du hookst, willst du den Witz einer taz-Überschrift und die Klarheit eines ZEIT-Titels nutzen. Du willst nicht herumschreien und falsche Versprechungen machen, wie die BILD oder andere Boulevard-Medien.

Als ich meine Community neulich gefragt habe, ob sie gerne Hook-Listen nutzt, war genau das auch eine Antwort, die ich gleich mehrfach bekommen habe: „Nein, das klingt mir alles zu sehr nach Marketing oder Clickbaiting“

Clickbaiting bedeutet, dass ich mit einem falschen Versprechen in einen Post oder Beitrag hineingelockt werde – und dann meine Erwartung enttäuscht wird. Eine Facebook-Seite, der ich inzwischen nicht mehr folge, hat immer wieder Fotos alternder Stars gepostet und „traurige Nachricht“ darunter geschrieben, so dass ich jedes mal befürchtete, eine Todesnachricht vorzufinden. Oft ging es dann aber nur um eine kranke Katze oder einen geplatzten Deal.

Eine andere Art des Clickbaitings ist es, mich anzuflehen, das eigene Video anzuschauen zum Beispiel mit:“Stop scrolling!“ (jup, den hast du jetzt hier schön öfter als Beispiel gesehen) oder „Bitte hilf mir, und schau dir das Video an“ oder mir Emotionen zu versprechen. „Bei Tipp 7 wirst du weinen.“

All das funktioniert höchstens einmal und wird dir mehr verärgerte Menschen einbringen als interessierte Follower*innen. Und diese Hooks haben noch einen Haken (höhö):

Deine Leser*innen und Zuschauer*innen wollen nicht geködert werden wie Fische. Sie wollen das leckere Stück Brot, nicht den totbringenden Haken.

Und du als Content Creator*innen willst auch keine „toten“ Wunschkundinnen! Sondern solche, die immer wieder kommen, weil es bei dir interessant und toll ist – stimmt´s?

Warum Hook-Listen gut gemeint sind – und trotzdem nicht funktionieren

Ich verstehe den Gedanken hinter Hook-Listen sowohl aus Sicht derer, die sie nutzen möchten als auch von denen, die sie anbieten. Denn wie wunderbar wäre es, wenn wir  einfach nur Lückentexte aus Listen herausgreifen und mit unseren eigenen Inhalten füllen könnten. Und dann wird aus meinem lahmen Video der virale Hit. Ein großes Versprechen. Es geht nur leider schief.

Und das liegt gar nicht an den Listen selbst. Ich habe mir viele dieser Listen heruntergeladen und angesehen und muss sagen: Die Auswahl der Hooks ist meist gut durchdacht und es sind durchaus jeweils ein, zwei Ideen dabei, die man noch nicht überall gesehen hat. Das Problem der Hook-Listen zeigt sich in der Anwendung.

Eine Umfrage in meiner eigenen Community auf Instagram ergab, dass keine einzige angab, die Listen wirklich zu nutzen und als hilfreich zu empfinden. Sie werden entweder …

  • vergessen und verschwinden in einem großen Ordner mit nie mehr angeschauten Downloads
  • oder die Hook-Beispiele lassen sich einfach nicht auf den eigenen Bereich anwenden.
  • Oder man probiert es zwei, drei Mal, es klingt falsch, man versteht nicht, wieso, und gibt die Liste dann auf.

Das Problem ist, dass in den meisten Listen nur Beispiele gegeben werden, aber die Psychologie hinter den Hooks nicht erklärt wird. Würden die Menschen, die die Listen downloaden, nämlich verstehen, was gute Hooks ausmacht, bräuchten sie die Listen nicht mehr.

Sie könnten vielmehr ihre eigenen Formulierungen finden – die nach ihnen klingen, zu ihrer Nische passen und genau die richtigen Menschen anziehen. Und die dabei nicht klingen wie alle anderen. Denn das ist die größte Gefahr bei generischen Hooks, die für viele funktionieren, wie „ohne diese drei Kniffe geht es 2025 nicht mehr“.

Schriftzug: Hook them Onlinetraining, Aufzeichnung jetzt kaufen. Bianca

Drei Grundprinzipien für starke Hooks

Die Theorie für gute Hooks ist einfach – und sie lässt sich in drei Grundprinzipien zusammenfassen. Dann geht es ans Üben, um wirklich auch zu fühlen und zu verstehen, wie du sie anwendest. Deshalb wirst du, wenn du mein Hook-Training kaufst auch zu einer Feedbacksession mit mir persönlich eingeladen in der du Hooks mitbringen und Feedback erhalten kannst.

Grundsatz 1: Formuliere deinen Hook spezifisch

Sobald dein Hook über mehreren Beiträgen stehen könnte – egal ob es deine eigenen sind, die der Konkurrenz oder sogar die einer anderen Nische, bist du ziemlich sicher zu allgemein, um die Aufmerksamkeit deiner Wunschleserin wirklich zu hooken!

Es macht einen gewaltigen Unterschied, ob du schreibst: „Drei Tipps, um dein Potenzial zu entfalten“

Oder: „Wie du dich schon morgen traust, nach der längst fälligen Gehaltserhöhung zu fragen.“

Gute Hooks sind super konkret. Sie beziehen sich bereits auf ein ganz klares Beispiel, so dass derjenige oder diejenige, die oder der sie sieht, sofort denkt: „Oh krass, die meinen ja mich!“

Grundsatz 2: Mach klar, worum es geht

Damit die Menschen dir online zuhören, müssen deine ersten Worte klar machen, worüber du sprechen wirst. Das ist prinzipiell logisch. Und wird doch immer wieder vergessen, sobald man einen Titel gefunden hat, der so knackig und lustig ist, dass man kein Wort mehr dran ändern will. Aber die Frage „worum geht es hier eigentlich?“ unbeantwortet lässt.

Grundsatz 3: Mach neugierig

Ein guter Hook/Titel sagt nicht nur, worum es geht. Er macht zugleich neugierig. Das kann er auf sehr unterschiedliche Arten tun. Zum Beispiel indem er eine wichtige Frage offen lässt. Oder indem er mir einen Nutzen verspricht, wenn ich den Text lese oder das Video ansehe. Oder auch einfach, indem er mich provoziert und zum lachen bringt.

Lade dir das Onlinetraining und lerne hooken!

Das ist nur zwei der Grundsätze, die du kennen solltest, um völlig unabhängig von all den Hook-Listen da draußen DEINE packenden Einstiege zu schreiben.

Alle weiteren bringe ich dir im Hook-Onlinetraining bei. Und dort erhältst du auch zahlreiche Beispiele, die die Grundsätze fassbar machen.

Du wirst sehen – du hast es schnell verstanden und dir gemerkt. Und kannst dann beginnen, deine ganz eigenen wirksamen Text-Einstiege zu schreiben.

Zum Schluss erhältst du eine Checkliste, die dir hilft deine Hooks besser zu schreiben und bestehende Hooks zu überprüfen. So lernst du die wichtigste aller Text-Fähigkeiten: Das Hooken!

Das Online-Training gibt es für einen absoluten No-Brainer-Preis – einfach, weil ich viel mehr richtig gute Hooks lesen will da draußen!

Und jetzt kommt der absolute Knüller: Zum Kauf gehört auch ein persönliches Feedback von Bianca für deine Hooks dazu, damit du besser werden kannst. Du kannst entweder zu einem Feedbackcall kostenlos dazu kommen, oder Bianca dein Contentstück mit dem vorgeschlagenen Hook schicken – the choice is yours.

Zur Autorin:
Bianca Fritz ist Autorin, Mindful Content Mentorin und hilft Selbständigen und Unternehmer*innen ihr Warum, ihre Botschaft und ihre eigene Sprache für ihren Online-Content zu finden. Außerdem unterstützt sie dabei, einen Workflow für Content zu finden, der zum Alltag der vielbeschäftigten Einzelunternehmer*innen passt.

Wer hier für dich schreibt

Zur Autorin:
Bianca Fritz ist Content-Mentorin und und Copywriting-Expertin mit mehr als 20 Jahren Berufserfahrung im Journalismus und Werbeagenturen. Sie unterstützt Selbständige, Unternehmer*innen, sowie NGOs und Stiftungen dabei, mit wertebasiertem Contentmarketing wirksam sichtbar zu werden.
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