Gastbeitrag von Stefanie Krause

Du bist selbstständig als Coach, Yogalehrer*in oder in einem anderen helfenden Beruf? Und eigentlich weißt du, dass Social Media eine gute Möglichkeit sund, um auf dich und dein Mission aufmerksam zu machen? Doch du hast Bedenken, weil du dann wahrscheinlich die ganze Zeit am Smartphone kleben musst. Von der zusätzlichen Reizüberflutung durch die Informationsflut ganz zu schweigen, schließlich hast du im Alltag schon genug zu verarbeiten.

Das ging mir auch lange so. Als hochsensibler Frau schwirrte mir nach dem Scrollen immer der Kopf und ich brauchte erstmal eine Pause um wieder klar zu werden. Manche Eindrücke hingen mir sogar noch Tage nach. Besonders dann, wenn ich mich mit Anderen verglichen habe. Außerdem fragte ich mich immer wieder: Wenn es doch schon alles und jeden auf Social Media gibt, lohnt es sich für mich überhaupt anzufangen?

„Wenn es schon alles und jeden gibt auf Social Media … was soll ich dann noch beitragen?“

Bis mir Bianca im Coaching gezeigt hat, wie ich einen für mich stimmigen Weg finde – mit viel Persönlichkeit und ganz ohne Reizüberflutung. Im Folgenden findest du meine fünf liebsten Tipps plus einen Bonus-Tipp, um entspannt mit Social Media zu arbeiten.

Denn: Du entscheidest, wann du dein Smartphone benutzt. Nicht dein Smartphone.

1 – Zeitfenster für Social Media festlegen

Du musst nicht immer online sein. Frage dich, wie viel Arbeitszeit du in Social Media investieren möchtest und lege so ein tägliches Zeitfenster fest. Das können beispielsweise 30 Minuten sein, in denen du auf Social Media aktiv bist. Du kannst dieses Zeitfenster auch aufteilen in zwei Mal 15 Minuten oder drei Mal 10 Minuten. Oder ganz anders, so wie es für dich passt.

Lege dir für diese Zeit auch genau fest, was du machen möchtest, wie zum Beispiel Netzwerken oder Kommentare und Nachrichten beantworten. Sonst rutschst du schnell in ein “dich berieseln lassen”. Und das führt zur Reizüberflutung.

Pro-Tipp: Stelle dir einen Timer für deine Zeitfenster. Die Zeit auf Social Media verfliegt unglaublich schnell ohne dass du es bemerkst.

2 – Benachrichtigungen ausschalten

Greifst du auch regelmäßig ohne Grund zu deinem Smartphone, um zu sehen ob du eine neue Benachrichtigung hast? Unser Belohnungszentrum im Gehirn liebt Benachrichtigungen und wird regelrecht süchtig danach. Gleichzeitig stresst jede einzelne dieser Benachrichtigungen unseren Körper. 

Du kannst in den Einstellungen deines Smartphones festlegen, welche Art von Benachrichtigung dir jede App senden darf: Mitteilung, Vibration und/oder Ton. Ich empfehle dir alles auszuschalten. Ja, alles. Für alle Apps. Wenn dir das für den Anfang zu heftig ist, kannst du die Benachrichtigungen nach und nach ausschalten. 

Das mag sich anfangs einschränkend anfühlen. Doch wenn du dich an diese neue Selbstbestimmung gewöhnt hast, ist es einfach nur befreiend.

3 – Smartphone-freie Zeiten festlegen

Ähnlich befreiend fühlen sich Smartphone-freie Zeiten an. Wie wäre es mit einem Tag in der Woche, an dem dein Smartphone aus oder im Flugmodus bleibt? Wochenenden bieten sich dafür gut an. 

Alternativ oder zusätzlich kannst du auch jeden Tag eine Pause einlegen, beispielsweise von 20 Uhr abends bis 8 Uhr morgens. Es ist einfach ein entspannterer Start in den Tag und in die Nacht, wenn dein erster und dein letzter Blick NICHT dem Smartphone gelten.

Das kann sich auch positiv auf deinen Schlaf auswirken: weniger blaues Licht, das dein Gehirn stimuliert und weniger Informationen, die du kurz vor dem Einschlafen noch verarbeiten darfst.

4 – Social Media nur am PC benutzen

Die Versuchung “nur mal eben schnell” was bei Facebook nachzuschauen ist am Smartphone einfach groß. Doch die meisten Social Media Kanäle kannst du auch am PC über den Browser benutzen. Und somit die App auf deinem Smartphone löschen. (Instagram ist da leider etwas tricky.)

Der Gedanke dabei: Es ist etwas mehr Aufwand zum PC zu gehen als zum Smartphone zu greifen – und dadurch wird die Versuchung kleiner. 

Wenn du ganz radikal sein möchtest, liest und bearbeitest du deine E-Mails auch nur noch am PC. 

5 – Posts vorplanen

“Ja, gut. Aber wenn ich Social Media dann doch benutze, muss ich ja ständig posten.” 

Nicht ganz. Du kannst vorarbeiten und dann andere für dich arbeiten lassen. 

Beispielsweise kannst du immer montags den Content für die aktuelle Woche erstellen und dann in einem speziellen Tool inklusive Veröffentlichungsdatum und -zeit einplanen. Dafür kannst du zum Beispiel das Facebook Creator Studio nutzen und Posts für Instagram und Facebook ausspielen.

Während das Tool deine vorab erstellten Posts automatisch ausspielt, kann dein Smartphone aus sein und du kannst die Seele baumeln lassen. Klingt gut, oder?

Zusätzlicher Vorteil: Das gebündelte Arbeiten spart dir Zeit, weil du einmal im Flow bist und die Posts in einem Rutsch erstellst.

Bonustipp: Bleibe bei dir.

Vergleichen ist ein großes Thema bei mir – und wie ich weiß auch bei Anderen. Anfangs habe ich oft geschaut, wie viele Follower, Likes und Kommentare ähnliche Accounts haben. (Natürlich habe ich dafür fancy Accounts von normal-sensiblen, extrovertierten Menschen herangezogen.) Und weißt du was? Es hat mich an mir zweifeln lassen, mich runtergezogen und ausgebremst. 

Mittlerweile habe ich alle Accounts mit ähnlichen Themen aus meiner Follow-Liste entfernt. Wenn ich bei Anderen schauen möchte, setze ich mir vorher eine konstruktive Intention und ein Zeitlimit. Konstruktiv ist beispielsweise zu schauen, wie ein bestimmtes Thema umgesetzt wurde oder welche Hashtags benutzt werden. 

Das lässt mich einerseits wesentlich entspannter Social Media benutzen. Andererseits gibt es mir auch mehr Raum für mich und meine Mission. Und so ist mittlerweile eine kleine und feine Community entstanden, die ich sehr schätze und nicht mehr missen möchte.

Jetzt gibt es also keine Ausreden mehr auch als hochsensible Selbstständige kein Social Media zu benutzen. Welchen der Tipps wirst du gleich umsetzen?

Alles Liebe, deine Stefanie

Über die Autorin:

Stefanie Krause kennt die vielfältigen Herausforderungen, die dir als Hochsensible und als Frau begegnen. Sie hilft hochsensiblen Frauen dabei, ihre Tage endlich entspannt zu erleben. „Damit du in deine ureigene Kraft zurückkommst und dich so, wie du bist, leben kannst.“

Webseite: https://bewusst-weiblich.de

Instagram: https://www.instagram.com/bewusst_weiblich/

Über das Coaching:

Stefanie Krause hat bei Bianca ein 108-Post-Coaching absolviert und dabei ihre Positionierung und einen Redaktionsplan mit den für ihr Warum wichtigen Themen herausgearbeitet. Was ihr Ergebnis war und wie sie die Zusammenarbeit empfunden hat, erfahrt ihr hier in ihrem Testimonial.

Wenn auch du dich für eine dreimonatige Begleitung im 1:1-Coaching interessierst, kannst du dich gerne für ein kostenloses und unverbindliches Strategiegespräch bewerben. Hier erfährst du mehr.